Archigraphus - Goldene Schanz | Aachen

Goldene Schanz | Aachen
Licht- und Raumkonzept für eine innerstädtische Eisenbahnbrücke

Wo sich heute der Haltepunkt Aachen-Schanz befindet, erstreckte sich bis ins 19. Jahrhundert die „Lütticher Schanze“, ein, aufgrund der außergewöhnlichen topographischen Lage, besonders gesichertes Bauwerk im reichsstädtischen Befestigungssystem. Der Eintritt in die Stadt erfolgte durch zwei Stadttore, die in reichsstädtischen Zeiten mit den Aachener Stadtfarben geschmückt waren. Schwarz-Gelb bzw. Schwarz-Gold sind bis heute die Aachener Farben. Die Goldene Schanz - das heutige Tor zur Kernstadt ist eine Reminiszenz.

Das Projekt entstand durch einen Zufall: Nach Erneuerungs- und Stabilisierungsarbeiten der Deutschen Bahn blieben große runde Löcher in den Widerlagern des historischen Brückenbaus an der Vaalser Straße zurück. Es entstand die Idee, diese Löcher mit Einverständnis der Bahn für eine lichttechnische und atmosphärische Aufwertung des Ortes zu nutzen. Im Auftrag der Stadt Aachen und gemeinsam mit der STAWAG entstand ein Lichtkonzept, das die triste Unterführung Aachen-Schanz in neuem Licht erstrahlen lässt.

Goldglänzende Lochbleche verkleiden nun die zuvor tristen Bohrlöcher der Widerlager und gelbgoldenes Licht fügt sich harmonisch in das Mauergefüge des Brückendenkmals ein. Kein Versorgungskabel stört das historische Fugenbild.

Die Öffnungen dienen nun als nachts leuchtende Vitrinen: Hinter den Lochblechen werden kleine Schwarz-Weiß-Grafiken präsentiert. Die originellen Motive wurden von Jugendlichen aus der Städteregion Aachen entwickelt. Im Rahmen eines Workshops beschäftigten sich die jungen Künstler ausführlich mit dem "Geist des Ortes".

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen … den Stadtgestaltern [Fachbereich 61|500] und dem Museumsdienst [Centre Charlemagne] … sowie der STAWAG, einer Reihe von spezialisierten Handwerkern und einem Dutzend kreativer junger Leute ; )

Die Goldene Schanz ist ein Städtebauförderprojekt im Rahmen des Innenstadtkonzepts 2022.

> mehr Infos zum Projekt unter www.aachen.de
> Pressespiegel in wort + bild
> gefördert durch Förderverein Lichtprojekt Aachen e.V.

Gutachten 2017    Licht an! März 2020